Kraftwerk1 Projekt Koch

Auf dem Koch-Areal baut Kraftwerk1 zusammen mit der ABZ, der Immobilienentwicklerin Senn und Grün Stadt Zürich das Koch-Quartier. Auf den Baufeldern der ABZ und Kraftwerk1 entstehen gemeinnützige Wohnbauten mit Gewerbenutzung im Erdgeschoss. Senn erstellt ein Gewerbehaus und Grün Stadt Zürich baut den umliegenden Park. Die historische Kohlenlagerhalle in der Mitte des Parks bleibt erhalten.

Die Fertigstellung der insgesamt rund 350 Wohnungen wird auf 2024 geplant. Wer sich auf kochquartier.ch für den Newsletter registriert, wird zu gegebener Zeit über die Vermietung informiert.

Kraftwerk1 baut mit dem Archtekturbüro Studio Trachsler Hoffmann, das Projekt heisst  «Sale con fritas». Mehr Informationen zum Projekt unter «Baufeld C»

Im Kraftwerk1-Gebäude wird es einen breiten Wohnungsmix geben, um möglichst unterschiedlichen Menschen bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können. Wir werden zudem unsere innovativen Grosswohnformen wie Grosshaushalte und Clusterwohnungen weiterentwickeln und auch Neues wagen wie Räume zur individuellen Aneignung (Rohbauten zum Selbstausbau). Auch wird die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien einige Wohnungen mieten. Im Erdgeschoss gibt es Platz für Gewerbe und kulturelle Nutzungen. Auf unserem Baufeld wird es rund 150 Wohnungen geben.

Für Interessierte und Nachbarn aus dem Quartier besteht die Möglichkeit, im Rahmen von partizipativen Anlässen die Ideen der Ausgestaltung unserer Räumlichkeiten und Angebote mitzuentwickeln.

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Unser Gebäude im künftigen Koch-Quartier bauen wir mit dem Zürcher Architekturbüro Studio Trachsler Hoffmann. Das junge Büro steht für eine Architektur, die das selbstbestimmte und vielfältige Zusammenleben von Menschen in den Mittelpunkt stellt. Mit ihrem Projekt  «Sale con fritas» sind sie feinfühlig auf unser Bedürfnis nach gemeinschaftsfördernder Architektur eingegangen und haben es geschafft, auch in Bezug auf die städtebaulichen Anforderungen zu überzeugen. Sie schafften es, das Gebäude so zu verdichten, dass es weniger Platz einnimmt als ursprünglich gedacht. Damit kann die nahe gelegene Kohlelagerhalle freigespielt werden. So entsteht auch zusätzlicher, wertvoller Grünraum, der sich positiv auf das Mikroklima auswirken kann. 

Unten öffentlich, oben privat

Das Gebäude ist als kräftiges Längsvolumen geplant, wirkt grundsätzlich zurückhaltend in der äusseren Erscheinung und ist im modernistischen Stil entworfen: Es basiert auf einer Tischkonstruktion mit einem offen durchgängigen Erdgeschoss, wo Ateliers, Werkstätte und Gastronomie um ein Foyer herum angeordnet sind. Für den Zirkus Chnopf ist eine Zirkushalle in Planung, die tagsüber als Probe- und Kursraum genutzt und abends zum kulturellen Anziehungspunkt für das ganze Quartier werden soll. Eine grosse Freitreppe führt vom Erdgeschoss auf eine Terrasse im 1. Obergeschoss zum «Stadtbalkon», wo genossenschaftsbezogene und halböffentliche Nutzungen vorgesehen sind wie etwa die Sala Comun. In den darüber liegenden Stockwerken folgen die sechs Wohngeschosse, die so konzipiert sind, dass möglichst unterschiedliche Wohnungsgrössen entstehen für eine grosse Nutzungsflexibilität.

Je weiter oben man sich im Gebäude befindet, umso privater wird die Nutzung: Ab drittem Geschoss ist der Raum ausschliesslich für die Bewohnenden, ebenso die Dachterrasse, die  zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung steht. Spannendes Detail in Bezug auf die Dachterrasse: Der Aussenraum zieht sich über drei Stockwerke hinweg und ist unterteilt in drei Abschnitte mit drei Belichtungshöfen, die sich nach oben öffnen. So fliesst viel Licht ins Gebäudeinnere. Das Begrünungskonzept verläuft vom Dach bis in die Belichtungshöfe hinein, es wird hiesige Flora angepflanzt. Das Dach ist der Rückzugsort für die Bewohnenden und soll verschiedene Nutzungen ermöglichen: Kochen in der Sommerküche, joggen auf einem umlaufenden Weg, Urban Gardening oder Wäsche aufhängen.

Nachhaltig bauen und betreiben

Kraftwerk1-Bewohner_innen verzichten auf ein Auto, das Projekt ist «autofrei» und «velofreundlich». Mit etlichen weiteren Beispielen kann die Genossenschaft ihrem Grundsatz, ökologisch nachhaltig zu bauen und zu betreiben, gerecht werden: Das Gebäude wird in Holz-Beton-Hybrid-Bauweise erstellt, was den CO-2-Verbrauch in der Erstellung um rund 20 Prozent senkt. Das kompakte Volumen des Gebäudes ermöglicht zusätzlich ökologisch wertvolle Fläche, die sich nahtlos mit dem Quartierpark in Richtung Kohlenlagerhalle zusammenfügt. Das kommt dem Stadtklima und der Biodiversität zugute, denn dort kann Regenwasser versickern und verdunsten und es entstehen Orte und Nischen für Pflanzen und Kleintiere. Das Dach des Kraftwerk1-Gebäudes wird intensiv begrünt, mit unterschiedlichsten heimischen Pflanzen sowie schattenspenden Bäumen. Das anfallende Regenwasserwird auch dort versickert und gesammelt und für die Bewässerung der Pflanzen in den Kreislauf zurückgeführt. Kletterpflanzen in den drei Lichthöfen tragen ebenfalls zur Begrünung und zum angenehmen Gebäudeklima bei. Sonnenenergie wird bei Kraftwerk1 nicht auf dem Dach, sondern in den Horizontalen gesammelt: Die Photovoltaik-Anlagen werden an den langen Ost- und Westfassadenangebracht und die Sonneneinstrahlung so optimal genutzt. Die Solar-Pannels tragen auch zur Beschattung der Räume, die an der Fassade liegen, bei.

Teilen und Leben in der Gemeinschaft

Eine Selbstverständlichkeit für Kraftwerk1 ist das Teilen von Ressourcen der Bewohnenden. Nebst zahlreichen gemeinschaftlich genutzten Räumen, verfügt beispielsweisekeine der Wohnungen über eigene Waschmaschinen. Es gibt mehrere Waschsalons im Haus, teilweise auf dem Dach, wo die Wäsche zum Trocknen im Freien aufgehängt werden kann. Kraftwerk1 ist bekannt für das Umsetzen von sorgfältig geplanter gemeinschaftsfördernder Architektur: Bei diesem Projekt sind kleine private Aussenräume vorgesehen, dafürgibt es zahlreiche Begegnungsorte draussen, etwa auf der Terrasse und dem Stadtbalkon im ersten Stock, aber auch in den Wohngeschossen in den Erschliessungsflächen der obersten Stockwerke, und natürlich auf dem Dachgarten.

Privater gemeinsamer Gestaltungsplan eingereicht

Es bestätigt sich, dass wir mit «Sale con fritas» und damit mit Studio Trachsler Hoffmann die richtige Wahl getroffen haben. Die Zusammenarbeit ist geprägt von intensivem Austausch. Aktuell haben wir das Vorprojekt abgeschlossen und im Juli 2020 den privaten Gestaltungsplan zusammen mit ABZ und Senn eingereicht.

Studio Trachsler Hoffmann, Architekturbüro aus Zürich

Das junge Büro realisiert in Basel auf dem Volta-Areal ein Wohn- und Geschäftsgebäude, welches dem unsrigen vom Grundgedanken des Zusammenlebens her nicht unähnlich ist. Zudem haben sie es auch da geschafft, besonders sensibel auf die bestehende Umgebung einzugehen. Laut Angaben der beiden Architekten Gian Trachsler und Daniel Hoffmannn fasziniert sie in ihrem Beruf, dass sie mit ihren Entwürfen und Ideen im weitesten Sinne beeinflussen können, wie gemeinschaftlich und lebendig das Zusammenleben an einem Ort werden kann. Dabei planen und denken sie pragmatisch:  «Wenn wir dichter leben wollen, müssen wir vielleicht wieder mehr Lärm, Begegnung, aber auch Konflikte aushalten, es geht um Zumutung im positiven Sinne, wir wollen nicht einfach nach dem Motto bauen, «erlaubt ist, was nicht stört», im Gegenteil. Die Begegnungen mit Nachbarinnen und Nachbarn bereichern doch das Leben im urbanen Kontext», sagte Daniel Hoffmann.

Flyer für Interessierte im Quartier, Juli 2020

Flyer

Medienmitteilung zur Auflage des gemeinsamen privaten Gestaltungsplans, Juli 2020

Medienmitteilung

Vier Wettbewerbe im selektiven Verfahren, Mai 2019

Bericht des Preisgerichts

Wettbewerbsprogramme des Amts für Hochbau, Juli 2018

Ausschreibung

Gemeinsame Konzeptbewerbung von Kraftwerk1, ABZ und Senn, September 2017

Konzeptbewerbung